Briefe an Hans-Jürgen - Verzeihen

Warum sind der anderen Herzen so eng?
Sie überwachen jeden Schritt den man geht,
tuscheln herum und fühlen sich wichtig.
Nimmst du wirklich alle Regeln so streng?
Ich wünschte, die Zeit so wie Sand im Sturm verweht
denn ganz ohne Dich ist sie nichtig!
*
Jede Hoffnung habe ich verloren,
jede Zuversicht ist mir genommen.
Meinem Herzen sind Ketten angelegt.
Das Glück hat sich gegen mich verschworen,
warum ist alles so gekommen?
Mein Innerstes wie leer gefegt!
*
Mein verzweifeltes Herz hat um deine Zuneigung gekämpft,
nicht mehr und nicht weniger hab' ich mich bemüht!
Unter Druck setzen wollt ich dich nie.
Nun hast du meinen Sturm gedämpft,
trotz allem in mir ein Feuer glüht.
Ich hoffe nur, du kannst mir glauben, irgendwie!
*
Bitte kannst du mir verzeihen nochmal?
Gab ich dir das Gefühl, ich werf' dir was vor?
Vorwürfe wollt' ich dir doch niemals machen!
Ich bin so verzweifelt auf einmal,
das ich die Kontrolle, über das WIE ich was sage verlor.
Können wir jemals wieder zusammen lachen?
*
Meine Traurigkeit kann ich nun nicht mehr verstecken,
nicht mal hinter einem Lachen!
Meine Tränen kann ich nicht mehr aufhalten.
Es ist kein Traum, keiner kann mich wecken.
Was soll ich denn nur machen,
meine Gefühle werden niemals erkalten!
*
Bleibt uns auf ewig nur ein flüchtiger Blick in die Augen?
Ein Druck unserer Hände und weiter kein wort?
Ich soll das verstehen?
Was interessieren mich all' die anderen "Figuren", die mich berauben?
Es ist so schlimm, als seist du fort,
wollt ich doch, du würdest niemals gehen!
*
Alle Nähe ist auf einmal fern,
du bist noch da und für mich weg.
In meinem Herzen bist du ganz tief.
Ich wünschte so sehr, du hättest mich so gern,
um mir zu helfen auf dem Weg.
Warum lief nur alles so schief?
*
Nie hab' ich für dich Kummer oder Ärger machen wollen.
Ich wollte niemals sein, eine Belastung!
Es ging mir darum, dir möglichst viel zu geben.
Ich hätte alles anders machen sollen!
Wie finde ich wieder deine Beachtung?
Ich werd' immer nach deiner Zuneigung streben!
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