1951 - Die Neue-Welt-Gesellschaft beginnen

Gespeichert von Thomas am So., 22.09.2019 - 15:21


DIE alte Welt hat ihre Gesellschaft oder ihre Leute, die gemäss einer gewissen Gesellschaftsordnung leben. Die neue Welt wird ebenfalls ihre Gesellschaft haben, deren sämtliche Glieder im Einklang mit einer gerechten Einrichtung leben werden. Satan der Teufel, der Gott dieses gegenwärtigen bösen Systems der Dinge, ist der unsichtbare Herrscher der Gesellschaft der alten Welt, doch wird er nicht der Gott der neuen Welt sein. Sein böses System wird durch den kommenden „Krieg des grossen Tages Gottes, des Allmächtigen“, Harmagedon, ausgelöscht werden. (Offenbarung 16:14-16, NW) Jehova, dessen universelle Oberhoheit Satan angetastet hat, wird der eine wahre, lebendige Gott der neuen Welt sein. Er wird durch die theokratische Herrschaft seines treuen Sohnes Jesus Christus, des Königs, herrschen. Dieses Königreich wird neue Systeme der Dinge einrichten, solche, von denen die Bibel als von noch kommenden spricht. Denkt daran, gerade die Aufrichtung des Reiches Gottes in den Himmeln durch die Thronerhebung seines Sohnes im Jahre 1914 führte einen radikalen Wechsel in der Tätigkeit der geistlichen Kinder Gottes herbei, die unter dem neuen Bund standen. Sie hat die Botschaft, die sie auf der ganzen Erde als Zeugnis allen Nationen predigen, wunderbar verändert. Ja, sie hat ein „neues Lied“ in ihren Mund gelegt, das Lied vom Königreich Gottes, das endlich, nach Jahrtausenden des Wartens, geboren worden ist. (Offenbarung 14:3; 12:1-10) Die Systeme der Dinge, unter denen wir gemäss dem neuen Bunde gelebt haben, sind grossartig gewesen, das müssen wir zugeben; doch jene, die in der neuen Welt herrschen, werden, oh!, noch viel grossartiger werden für die ganze mit ihnen verbundene Gesellschaft.
2 Warum sollte sie nicht anders, nicht besser sein? Da sie doch neue Himmel und eine neue Erde umfassen wird! Die Vernichtung dieser alten Welt mit ihren vom Teufel beherrschten Himmeln und ihrer Erde wird daher kein Unglück sein. Wir schauen ihr begierig entgegen, gleichwie der Apostel Petrus, der sagt: „Indem ihr erwartet und fest im Sinn behaltet die Gegenwart des Tages Jehovas, wodurch die Himmel, in Feuer geraten, aufgelöst und die Elemente in Gluthitze zerschmelzen werden. Doch gibt es neue Himmel und eine neue Erde, die wir nach seiner Verheissung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen.“ (2 Petrus 3:12, 13, NW) Das Königreich Jesu Christi, zusammen mit seinen 144 000 treuen, siegreichen Nachfolgern, wird, die „neuen Himmel“ bildend, seine Macht über den ganzen Erdball ausdehnen. Zu diesen geistlichen Nachfolgern hat Jesus gesagt: „Da ist niemand, der Haus oder Weib oder Brüder oder Eltern oder Kinder verlassen hat um des Königreiches Gottes willen, der nicht bestimmt vielmal mehr empfängt in dieser Zeitperiode und im kommenden System der Dinge ewiges Leben.“ (Lukas 18:29, 30, NW; Mark. 10:30) Der Evangeliumsbericht des Matthäus spricht vom kommenden System und nennt es die „Wieder-Schaffung“ oder die „neue Welt“ mit den Worten: „In der Wieder-Schaffung [neuen Welt], wann der Sohn des Menschen sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen richtend die zwölf Stämme Israels. Und jeder, der Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Felder verlassen hat um meines Namens willen, wird vielmal mehr empfangen und wird ewiges Leben ererben.“ — Matthäus 19:28, 29, NW, Rdbem.
3 Was ist aber von der „neuen Erde“ zu sagen? Nun, sie wird die menschliche Gesellschaft, natürlich auf unserm selben Planeten, sein, organisiert jedoch nach einem neuen, gerechten System der Dinge unter dem Königreiche. Zweifellos werden die meisten derer, welche in die Zustände der „neuen Erde“ eingehen, hierzu von den Toten auferweckt werden müssen. Wie Jesus es sagte, als er über die allgemeine Auferstehung der Menschen sprach: „Die Kinder dieses Systems der Dinge heiraten und werden verheiratet, jene aber, die würdig erachtet worden sind, jenes System der Dinge zu erlangen und die Auferstehung aus den Toten, werden weder heiraten noch verheiratet werden. In der Tat, sie können auch nicht mehr sterben, denn sie sind den Engeln gleich, und sie sind Gottes Kinder, indem sie Kinder der Auferstehung sind.“ — Lukas 20:34-36, NW.
4 Indes ist dieses kommende System der Dinge ein System, zu dessen Bereitung Gott seinen verherrlichten Sohn Jesus gebraucht. (Hebräer 1:1, 2, NW) Die „neue Erde“, die vom Königreich ins Dasein gebracht wird, wird mit den Harmagedon Überlebenden, die eine irdische Hoffnung und ein irdisches Geschick haben, ihren Anfang nehmen. Sie sind die „andern Schafe“ des Rechten Hirten. Eine „grosse Menge“ solcher, die an Zahl ständig zunimmt, lebt nun zusammen mit dem Überrest von Königreichsmiterben, die unter dem neuen Bunde stehen. Diese „andern Schafe“ erfreuen sich mit dem geistlichen Überrest zusammen mancher Segnungen der Einrichtung des neuen Bundes. In der Tat, diese heutigen „andern Schafe“ entsprechen den „Fremdlingen“ guten Willens, welche in Frieden und Eintracht innerhalb der Stadttore des Israels der alten Zeit unter dem Gesetzesbunde wohnten. Das Sabbatgesetz aus den Zehn Geboten erwähnt sie prophetisch als „dein Fremdling, der in deinen Toren ist“. In jenem alten Bunde waren für solch gottesfürchtige Fremdlinge viele Vorkehrungen getroffen. In manchen Dingen enthielt er für sie dieselben Verordnungen wie für die natürlichen Israeliten. (2 Mose 20:8-10; 12:48, 49) Die Herde der neuzeitlichen „Fremdlinge“, die innerhalb der Tore der Einrichtung des neuen Bundes weilen, ist mit dem Überrest sehr gesegnet worden, indem sie denselben göttlichen Verordnungen gehorcht hat.

„FÜRSTEN AUF DER GANZEN ERDE“
5 Während einiger Jahre haben nun die Überrestglieder und die grosse Menge der Fremdlinge oder „andern Schafe“ nach dem Erscheinen der verheissenen „Fürsten“ der neuen Erde Ausschau gehalten. Ihre Erwartung stützte sich auf die Worte von Psalm 45:16, die an den König der neuen Welt gerichtet sind: „An deiner Väter Statt werden deine Söhne sein; zu Fürsten wirst du sie einsetzen auf der ganzen Erde.“ (Fussn.) In der Vergangenheit haben wir diese Stelle so verstanden, als ob sie sich ausschliesslich auf die Zeugen Jehovas der alten Zeiten vor Christus bezöge, auf Menschen, die entweder die natürlichen Vorfahren Jesu Christi waren, wie Abraham, Isaak, Jakob und David, oder welche treue Propheten und Mitzeugen mit jenen waren. Ihre Linie geht von Abel an bis zu Johannes dem Täufer, und die Namen und Grosstaten einer Anzahl von ihnen werden in Hebräer, Kapitel 11, berichtet. Sich auf Hebräer 11:2, 38 stützend, pflegten die WACHTTURM-Schriften mit dem Namen „alttestamentliche Überwinder“ (auch etwa „vorzeitliche Heilige“; engl.: „Würdige der alten Zeit“) auf sie Bezug zu nehmen.
6 Als Jesus Christus auf Erden weilte, starb er unverheiratet und kinderlos, doch versichert uns Psalm 45:16, dass er in seiner himmlischen Herrlichkeit als König irdische Kinder haben werde, und Jesaja 9:6 (Fussn.) spricht von seiner Geburt und sagt, sein Name werde „Ewigvater, Friedefürst“ heissen. Indem er gehorsamen Menschen ewiges Leben verleiht, für deren Leben in der neuen Welt er gestorben ist, wird er manche Söhne haben, Söhne des Friedefürsten. Er wird ihr Ewigvater sein. Jene, die man früher „alttestamentliche Überwinder“ zu nennen pflegte, werden ebenfalls seine Söhne werden, indem er sie aus den Toten auferweckt und ihnen für ihre unerschütterliche Loyalität Leben verleiht. So entsteht denn die Frage: Werden jene Söhne, die er zu „Fürsten auf der ganzen Erde“ macht, auf jene treuen vorchristlichen Zeugen Jehovas Gottes beschränkt sein? Was ist jetzt unsere Antwort?
7 Das Volk für Jehovas Namen, das er durch die hohe Berufung zum himmlischen Königreiche berufen und mittels des neuen Bundes aus allen Nationen herausgenommen hat, ist nun sozusagen vollständig. Nur ein kleiner Überrest davon ist noch auf Erden. Auch bezeugen heutzutage von den vielen, die sich völlig Gott durch Christus weihen, nur wenige, dass sie den hohen Ruf erhalten haben. Offenbar empfangen die wenigen, an die jetzt die hohe Berufung ergeht, diese Gunst, um irgendwelche Glieder des geistlichen Überrests zu ersetzen, die durch Untreue inmitten dieser Welt ihre Königreichsgelegenheit verlieren mögen. So wird denn der hohe Ruf oder die himmlische Berufung bald aufhören, indem sämtliche Glieder der Königreichsklasse schliesslich aus den Menschen erkauft sind und sich als treue Überwinder über Satans Welt erwiesen haben werden. Doch schon jetzt, in diesem Jahre 1951, gibt es Hunderttausende anderer, die sich Jehova durch Christus völlig geweiht und ernst den Dienst als Zeugen Jehovas aufgenommen haben. Vor dem Jahre 1935 hatten wir diese „grosse Menge“ geweihter „anderer Schafe“ nie ins Auge gefasst. Wie steht es denn mit ihnen? fragen wir nun. — Offenbarung 7:9-17.
8 Im Jahre 1904 schrieb der erste Präsident der Wachtturm-Gesellschaft den sechsten Band der Schriftstudien, betitelt „Die Neue Schöpfung“. In Kapitel 3, betitelt „Die Berufung der Neuen Schöpfung“, hatte er auf Seite 154, oben, folgendes zu sagen: „Wir dürfen dessen gewiss sein, dass der Herr für solche, die sich erst nachdem die himmlische Klasse vollständig ist, weihen und im Interesse der Sache des Herrn völlig hingeben, noch viele andere Segnungen in Bereitschaft hält, wie sie nur Geweihten und sich Opfernden zuteil werden können. Möglich, dass sie den vorzeitlichen Heiligen [Würdigen der alten Zeit] zugesellt werden, die die Gott wohlgefällige Opferwilligkeit schon hatten, bevor der ‚hohe Ruf‘ erging.“
9 Jahre nach dieser Veröffentlichung hatte Der Wachtturm in seiner Ausgabe vom Dezember 1915, in Abschnitt 5 und 6 eines Artikels über das „Erntewerk“ (Seite 187, 188), folgendes zu sagen: „Es ist unser Gedanke, dass nach dem Schliessen der ‚Tür‘ dieses Evangeliumszeitalters niemand mehr durch den heiligen Geist zur geistigen Natur gezeugt werden wird. Wer nachher durch die Weihung zu Gott kommt, ehe das Wiederherstellungswerk begonnen hat, wird von ihm nicht zur geistigen Stufe des Daseins angenommen, sondern zur irdischen Stufe. Solche würden unter den gleichen Bedingungen angenommen werden, wie die alttestamentlichen Überwinder von Gott angenommen wurden. Die alttestamentlichen Überwinder kamen zu Gott, als ihnen keine Berufung offen stand — die Hohe Berufung war noch nicht eröffnet. . . . Unser Gedanke geht dahin, dass, wer immer sich unter Verhältnissen wie diesen völlig dem Herrn weihen wird, um alles zu verlassen und in seinen Wegen zu wandeln, und dann getreulich danach lebt, d. h. seiner Weihung gemäss, das Vorrecht erlangen dürfte, einer ähnlichen Klasse hinzugezählt zu werden, wie diejenigen, welche diesem Evangeliumszeitalter vorausgegangen sind. Wir kennen keinen Grund, warum der Herr sich weigern würde, diejenigen anzunehmen, die sich ihm weihen, nachdem das Evangeliumszeitalter und dessen Hohe Berufung zu Ende ist, und ehe das Millenniumszeitalter völlig eröffnet ist.“
10 In seiner Ausgabe vom April 1920 (Seite 51-57) besprach Der Wachtturm in einem Artikel, betitelt „Alttestamentliche und neuzeitliche Überwinder“, die Frage der „neuzeitlichen Überwinder“ (engl. „Würdigen“) gemäss dem damaligen Aufschluss und Tatbestand und verneinte, dass es eine solche Klasse gebe. Doch war dies fünfzehn Jahre, ehe offenbart wurde, wer die „grosse Volksmenge“ ist, die in Offenbarung 7:9-17 veranschaulicht wird. Das war Jahre, bevor Glieder dieser grossen Menge der „andern Schafe“ sich um den geistlichen Überrest zu scharen begannen. Es war Jahre, bevor verstanden wurde, dass es für diese grosse Menge angebracht sei, sich Gott durch Christus rückhaltlos zu weihen. Jene aber, die schon zu dieser zunehmenden grossen Menge gehörten, haben sich, wie wir nun wissen, Gott durch Christus ebenso völlig geweiht wie der geistliche Überrest dies getan hat. Gleich dem Überrest haben sie diese persönliche Weihung durch die Wassertaufe symbolisiert. Und sie haben sich seither bemüht, zu beweisen, dass ihre persönliche Weihung echt ist, indem sie Gottes Willen taten und sich den Verantwortlichkeiten als Jehovas Zeugen unterzogen.
11 Sind dies Männer und Frauen von Glauben, wie ihn Abel, Henoch, Noah, Abraham und Sara hatten? Jawohl. Und sie sind im Glauben noch weiter gegangen als jene Menschen der alten Zeit. Im Glauben hatten jene Christus, den Samen Abrahams, lediglich erwartet. Die „andern Schafe“ von heute aber haben Jesus als den Messias, ihren Erretter und König, tatsächlich angenommen. Viele gerechte Menschen und Könige der alten Zeit wünschten die Dinge zu sehen, welche diese „andern Schafe“ nun sehen und hören. Statt heute in die unbestimmte Zukunft auf das Königreich zu verweisen, verkünden diese Schafe das Königreich als tatsächlich aufgerichtet und nun im Begriffe stehend, die neue Welt einzuführen. — Matthäus 13:17.
12 Haben aber diese andern Schafe für ihren Glauben als Jehovas Zeugen so gelitten wie jene anerkannten Männer und Frauen vor alters? Haben sie eine „Prüfung durch Verhöhnung und Geisselung, ja mehr als das, durch Bande und Gefängnisse“ erlebt? Sind sie gesteinigt worden, durchs Schwert umgekommen, in Tierfellen einhergegangen; haben sie Mangel, Drangsal und üble Behandlung erlitten und sind in Wüsten, Bergen, Höhlen und unterirdischen Zufluchtsorten der Erde umhergeirrt? (Hebräer 11:36-38, NW) Hat dieselbe alte Welt sich durch ihr Handeln als dieser neuzeitlichen Zeugen Jehovas als unwert erwiesen? DAFÜR sprechen die Aufzeichnungen der jüngsten Jahre. Nehmet Kenntnis davon. Die Beweise sind heute schon überwältigend! Doch wird noch eine grosse Kundgabe des Glaubens und der Lauterkeit folgen, noch viel Zeugnisgeben, noch viel intensive Leiden, bevor wir siegreich in die neue Welt eingehen. So beweisen denn diese „andern Schafe“ von heute in der Tat, dass sie echte Zeugen Gottes des Höchsten sind, gleichwie ihre treuen Vorläufer aus vorchristlichen Zeiten; aber sie müssen ihre volle Ergebenheit noch bis zum Schluss beweisen, in der Zeit nämlich, die bis Harmagedon noch verbleibt, und bis zur wunderbaren Geburt der neuen Welt.
13 Jene, die ihren Glauben und ihre Lauterkeit vollends offenbaren, werden Kinder des Königs Jesus Christus, des Ewigvaters, werden, geradesogut wie die treuen Menschen der alten Zeit, die Christus vorausgingen. Da sie einen ähnlichen Glauben offenbaren, spricht laut der Schrift nichts dagegen, dass er so viele von diesen „andern Schafen“ nimmt, als er brauchen mag, um sie zu „Fürsten auf der ganzen Erde“ zu machen. Wenn wir Psalm 45:16 prüfen, sehen wir, dass es dort nicht heisst, dass nur jene, welche die irdischen „Väter“ des gesalbten Königs Jehovas waren, die Kinder sein werden, die er zu sichtbaren irdischen Fürsten macht, damit sie das himmlische Königreich vertreten. Um denn Sinn wiederzugeben, übersetzt Moffatt den Text in Psalm 45:16 wie folgt: „Deine Söhne werden an die Stelle deiner Väter treten und als Fürsten über das Land aufstehen.“ Die römisch-katholische französische Übersetzung von Crampon gibt ihn wie folgt wieder: „Deine Kinder werden den Platz deiner Väter einnehmen; du wirst sie zu Fürsten über die ganze Erde machen.“ Die römisch-katholische spanische Übersetzung von Nácar-Colunga gibt ihn ähnlich wieder.
14 Wenn wir nun diesen Ausdruck Fürst betrachten, der das hebräische Wort Săr (weiblich Sarah) wiedergibt, sehen wir, dass es nicht immer oder nicht notwendigerweise auf den Sohn eines Königs angewandt wird, auf einen Prinzen von königlicher Geburt, der zu einer staatlichen Amtsperson oder zu einem Regierungsbeamten gemacht wird. Er bezeichnet den Ersten, Vordersten oder Obersten in irgendeiner Klasse, das Haupt irgendeiner Schar oder Gruppe. So wird denn in der Bibel dieser hebräische Ausdruck Săr, bisweilen mit Fürst übersetzt, sogar auf Jesus selbst angewandt, auf den Erzengel Michael, auf Fürsten der Stämme Israels, auf Fürsten der Landschaften, auf Oberste der Städte und Oberste oder Anführer der Wache, auf Oberste über tausend, über hundert, über fünfzig, über zehn. In der Neuen-Welt-Gesellschaft auf der „neuen Erde“ zu einem Fürsten im hebräischen Sinn des Wortes Săr gemacht zu werden, bietet somit eine Verschiedenheit von Dienstgelegenheiten mit Verantwortlichkeiten verschiedenen Grades; und es wird viele solche Vorrechte geben. Auf der neuen Erde werden die Menschen nicht angeredet mit einem Titel vor ihrem Namen, wie „Prinz Charles“, „Fürst Abraham“, „Prinz Albert“ usw. Nein, wir werden dann unter einer CHRISTLICHEN Regierung leben. Wir leben jetzt schon unter dieser göttlichen Herrschaft, und wir haben jetzt keine derartigen Titel in der theokratischen Organisation. So wäre es denn ungereimt, zu denken, dass wir dann irgendwelche Titel in Anreden benutzen. Sondern gerade wie wir jetzt Beamte als Diener oder Direktoren der Gesellschaft bezeichnen mögen, können wir sie dann als sarím (Fürsten) im hebräischen Sinne des Wortes bezeichnen. Alles, was wir jetzt zu sagen haben, ist, dass diese „andern Schafe“, denen heute in der sichtbaren theokratischen Organisation verantwortliche Stellungen gegeben worden sind — selbst wenn es über eine Gruppe von zehn wäre, die zum Bibelstudium und zum gemeinsamen Dienst in der Nachbarschaft zusammenkommen —, gut darauf achten sollten, wie sie sich jetzt ihrer Verantwortlichkeiten entledigen. Denkt an die von Jesus dargelegte Regel: „Wer im Geringsten treu ist, ist auch in vielem treu.“ (Lukas 16:10, NW) Nur wenn du dich treu erweisest in dem, was dir jetzt in dieser vergehenden alten Welt anvertraut wird, besteht für dich irgendwelche Wahrscheinlichkeit, zusammen mit den auferstandenen treuen Zeugen aus den alten Zeiten vor Christus zu einem Fürsten auf der neuen Erde gemacht zu werden.

FÜR EIN ORGANISIERTES HERVORKOMMEN
15 Wunderbar also sind die Aussichten für uns alle, die treu bleiben. Kraft des neuen Bundes Gottes durch Christus befinden wir uns bereits inmitten neuer Systeme der Dinge. Doch gehen wir noch neueren Systemen der Dinge entgegen durch die Wieder-Schaffung einer ganzen Welt der Gerechtigkeit mit neuen Himmeln und einer neuen Erde. Wir sind kein Teil von dieser alten Welt und mischen uns nicht in ihre Geschäfte. Diese Tatsache ist ein Zeugnis dafür, dass wir unter dem System des neuen Bundes stehen und für die neue Welt sind. Der Umstand, dass Jehova Gott auf diese Weise mit uns handelt, ist ein weiterer Beweis, dass die neue Welt im Kommen ist. Wir werden jetzt nicht für nichts zubereitet. Nein, er hält eine neue Welt für uns bereit. Da er weiss, was gerade bevorsteht, macht Gott nun eine Neue-Welt-Gesellschaft bereit. Dies ist der Grund, weshalb wir so anders leben, nämlich als Menschen, die nicht zur Gesellschaft dieser alten Welt gehören. Nicht nur bereitet er seinen Überrest geistlicher Israeliten zur Mitgliedschaft im himmlischen Königreich der neuen Himmel vor, er bereitet auch unsere Gefährten guten Willens, die grosse Menge „anderer Schafe“, für die sichtbare Gesellschaft der neuen Erde vor. In Sprüche 14:28 heisst es: „In der Menge des Volkes ist die Herrlichkeit eines Königs, aber im Schwinden der Bevölkerung eines Fürsten Untergang.“ Nach diesem Grundsatz sammelt nun der König Jesus Christus, der Friedefürst, eine grosse, zahllose Herde seiner irdischen „andern Schafe“ in seine eine Hürde ein.
16 Überrestglieder und „andere Schafe“ werden in Sicherheit in die neue Welt hineingelangen, ungeachtet wie verzweifelt Satans alte Welt uns zu vernichten sucht. Sie kann uns ebensowenig daran hindern, die Schlacht von Harmagedon zu überleben und in die neue Welt hineinzugelangen, als sie das Kommen der neuen Himmel und der neuen Erde blockieren oder verunmöglichen kann. „Denn“, um Jesaja 66:22 anzuführen, „gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir bestehen, spricht Jehova, also wird euer Same und euer Name bestehen.“ Dass Gott nun einen Kern der Gesellschaft der neuen Welt zubereitet, wird niemals umsonst sein. Geborgen durch Jehovas mächtige Hand in den Tagen seines Grimmes wider die verurteilte alte Welt, wird dieser Kern durch Harmagedon hindurchgehen, geradeso wie Noah und seine Angehörigen, geborgen in der Arche, durch die Sintflut hindurchgingen. Ihr, die ihr Harmagedon überlebt, werdet auf dem Feld der Tätigkeit der „neuen Erde“ die ersten sein.
17 Wir wollen aber, dass wir zur Zeit, da wir nach Harmagedon aus der Arche des Geborgenseins hervorkommen, organisiert hervorkommen! Der Feind mag uns noch seine Macht fühlen lassen und uns auseinander sprengen oder uns von der Oberfläche vertreiben. Doch wenn er in Harmagedon vernichtet ist und wir aus seinen zerschmetterten Stätten, wo er uns festhält, hervorkommen, werden wir theokratisch organisiert vorwärtsmarschieren, da wir Organisationsmethoden kennen. Und wir werden alle wieder zusammenkommen und uns als eine freie Gesellschaft der theokratischen neuen Welt auf dem ganzen Erdball betätigen. Zur bestimmten Zeit wird der treue Überrest durch den Tod und die Auferstehung seinen Wechsel erfahren und wird in die unsichtbaren neuen Himmel eingesammelt werden; die „andern Schafe“ aber werden als die neue Erde mit sichtbaren „Fürsten“ weiterbestehen. Der kleine Kern dieser gerechten „neuen Erde“ wird zunehmen, bis all die Verstorbenen aus den Gräbern auferstehen und dem Königreich gehorchen werden. Zur Zeit, da das Königreich Gottes Vorhaben gegenüber der Menschheit ums Ende der tausend Jahre vollzogen haben wird, wird diese Vorkehrung enden. Zur Wonne und Segnung treuer Menschen der neuen Erde werden dann für alle Ewigkeit neue Systeme der Dinge folgen. — 1 Korinther 15:24-28.
18 Mit diesen hinreissenden Aussichten auf das uns so nahe Gerückte, lasst uns an der theokratischen Organisation festhalten, und möge Gott sie als eine Neue-Welt-Gesellschaft weiterhin verbessern. Blicken wir nie zurück nach diesem modernen Sodom, das zur Vernichtung bestimmt ist, sondern richten wir unser Angesicht in vollem Glauben geradeaus! Vorwärts denn beständig, wir alle zusammen, als eine Neue-Welt-Gesellschaft!


@Wachtturm 01-1951

So nun die Frage, die mich zu diesem Artikel bringt: Welche zwei Klassen von "geretteten Menschen" werden hier aufgezählt?
WANN wurde die eine Klasse als "vollständig" betrachtet, und deshalb die "zweite Klasse" eröffnet?