Zeichen im Johannesevangelium

Gespeichert von Thomas am Mi., 28.08.2013 - 10:37
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Quelle:http://www.cmaresources.org/article/seven-signs-in-john

Das Evangelium von Jesus ist die Flamme, die an der Basis des apostolischen Bewegung brennt. Wir benötigen ein Mittel zum Zünden dieser Flamme, das es auf eine Weise vom ersten Tage an brennt, und diese Flamme weiterverteilt.
Wir brauchten ein Mittel, um offene Personen, egal aus welcher Kultur, Sprache oder Altersgruppe, anzusprechen und sie zum wahren Christus zu führen.Diese grosse Aufgabe war schwierig zu erfüllen, aber wir fanden unsere Antwort in der Bibel: im Evangelium des Johannes.

Die 7 Zeichen des Johannes basieren auf den Worten des Apostel Johannes, die er am Ende seines Evangeliums sagt. In Johannes 20: 30 und 31 heisst es:"Auch viele andere Zeichen hat nun zwar Jesus vor seinen Jüngern getan, die nicht in diesem Buche geschrieben sind. Diese aber sind geschrieben, auf daß ihr glaubet, daß Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und auf daß ihr glaubend Leben habet in seinem Namen."
Johannes war mit Jesus von Anfang an zusammen und sah all die Wunder, die Jesus vollbrachte. Aber er wählte diese besinderen Wunder aus und stellte sie in diese bestimmte Reihenfolge, um so die Augen der Ungläubigen zu öffenen. So kann der Glaube an den wahren Christus geweckt und ewiges Leben erlangt werden. Das ist nicht meine Meiunung, sondern das ist das, was die heilige Schrift selber darüber sagt. Betrachten Sie es bitte so: Der heilige Geist sagt Ihnen, dass es die beste Methode ist, ungläubige Herzen zum wahren Christus zu führen, die sieben Wunder aus dem Johannesevangelium zu studieren.

Die sieben Zeichen sind wie folgt:
1. Die Verwandlung von Wasser in Wein (Johannes 2,1-12)
2. Die Heilung des königlichen Beamten Sohn (Johannes 4:46-54)
3. Die Heilung des Gelähmten am Pool Bethesda (Johannes 5:1-17)
4. Die Fütterung der Fünftausend (Joh 6,1-14)
5. Das Gehen auf dem Wasser (Johannes 6:15-25)
6. Die Heilung des Mannes blind geboren (John 9,1-41)
7. Die Auferweckung des Lazarus (Johannes 11:1-46)

Das System funktioniert so: jede Woche wird die Person / die Personen, die Sie zum Austausch ermutigt haben, eine der Geschichten lesen - jeden Tag.
In der ersten Woche lesen sie also jeden Tag die Geschichte, als Jesus das Wasser in Wein verwandelt hat.
Am Ende der Woche kommen sie zusammen, und lesen die Passage noch einmal - diesmal zusammen. Dann stellen Sie die vier einfachen Fragen und setzen damit eine Diskussion in Gang.

Die Fragen sind;
1. Was bedeutet diese Geschichte zu sagen über Menschen?
2. Was bedeutet diese Geschichte zu sagen über Jesus?
3. Was macht diese Geschichte haben, um über Sie sagen?
4. Wer braucht diese Geschichte hören?

Die Abfolge Speisung - Seewandel (Joh 6) entspricht der synoptischen (Mk 6). Alle anderen Erzählungen sind johanneische Sondertraditionen.
Vier Geschichten spielen in Galiläa, drei in Jerusalem und Umgebung.
Zwei Wunder handeln von Speis und Trank: Wein (Kana 2,1-12) und Brot (6,1-15) ermöglichen ein Fest.
Drei Wunder sind Heilungen; am Ende steht das größte Wunder: die Auferweckung des Lazarus.
Die Wunder ereignen sich in elementaren menschlichen Beziehungen (Mann – Frau;
Gastgeber – Gast [2,1-11];
Eltern – Kind [Joh 4,43-54; 9,1-12];
Bruder – Schwester[11,1-57];
Mensch – Mensch [Joh 5,1-18];
Volk [6,1-15];
Einzelner – Menge [9,1-12],
Jünger – Meister [6,16-21]).

Die „Wunder“ heißen im Johannesevangelium „Zeichen“ (griech.: shmei/a - semeia; lat.: signa).

Den üblichen Bezeichnungen für „Wunder“ - qau/ma\(thauma) und te,raj (teras; lat.: miraculum) – steht das Neue Testament reserviert gegenüber. Das Spektakuläre, Unerklärliche, Irrationale ist – entgegen manchem Vorurteil – nicht die Pointe. Über das „Wie“ des Wunders erfährt man bei Johannes nichts. Alles kommt nur auf Jesu Wort und Willen an.

Die Synoptiker (z.B. Mk 6,2 parr.) bevorzugen den Ausdruck „Machttaten“ (duna,meij – dynameis; lat.: virtutes). Sie ordnen die Wunder Jesu der Kraft Gottes zu, in dieser Welt Heil zu schaffen und so seine Herrschaft
nahezubringen (Lk 11,20); sie betonen zugleich die Vollmacht Jesu, diesen Heilsdienst zu leisten.

Johannes nennt die Wunder Jesu „Zeichen“, weil er sie dem
Offenbarungsauftrag Jesu (1,18) zuordnet. Sie machen die „Herrlichkeit“ Jesu sichtbar (2,11; vgl. 6,16-21), die Herrlichkeit Gottes (11,4.40). Die „Herrlichkeit“ ist der Glanz des Gottseins Gottes, der auf und durch Jesus ausstrahlt in die Welt (1,14). Der Begriff der „Zeichen“ ist für die Wunder Jesu nahezu reserviert (vgl. 6,26; 7,31; 9,16; 10,41; 11,47; 12,18.38), wird aber zum Schluss auf die österlichen Erscheinungen ausgeweitet (20,30). Das Wunder aller Wunder ist die Auferstehung. Wunder und Gleichnis nähern sich einander, ohne in einander überführt zu werden.

Das Weinwunder zu Kana (2,1-11) rettet eine Hochzeit als Feier des Lebens; es zeigt die Liebe zwischen Mann und Frau als Wirkung der Gnade Gottes und als Vorgeschmack der vollkommenen Gemeinschaft der Menschen untereinander
und mit Gott im ewigen Leben.

Warum sind wir Menschen so fasziniert von übernatürlichen Dingen?
In Vers 11 finden wir den Begriff „Zeichen“. Was ist der Unterschied zwischen einem Wunder und einem Zeichen?
• Wunder = übernatürliche Taten
• Zeichen = übernatürliche Taten mit einer geistlichen Bedeutung

Das Johannesevangelium beschreibt sieben Zeichen Jesu (manche zählen auch acht), die allesamt eine geistliche Bedeutung haben.
Verse 1-2: Jüdische Hochzeit in Kana. Mutter Jesu, Jesus und seine Jünger nehmen teil.
Vers 3: „Sie haben keinen Wein.“ Was will Maria damit sagen?
Vers 4: Warum antwortet der Herr Jesus seiner Mutter so schroff ?
Diese Reaktion zeigt seine völlige Abhängigkeit vom Vater. „Meine Stunde ist noch nicht gekommen“ – das heißt, er hatte noch kein grünes Licht vom Vater (vgl. Joh 7,6; 11,6).
„Maria, deine Mutterautorität ist jetzt zu Ende. Von jetzt ab gilt allein die Vater-Autorität meines Vaters im Himmel!“

Exkurs: Drei Schwerthiebe im Leben der Maria (Lk 2,34-35)
In Luk 2,34-35 prophezeit der greise Simeon, dass durch die Seele Marias ein Schwert fahren würde. Ernst Modersohn deutete das Werk des Schwertes an der Seele Marias auf folgende drei Ereignisse:
1. Schwert: Lk 2,48-49 – Als Maria Josef als seinen Vater bezeichnet, korrigiert Jesus sofort:
Mein Vater ist im Himmel!
2. Schwert: Joh 2,4 – Einmal betätigt sich Maria als Vermittlerin – und wird abgewiesen!
Einmal übt sie Fürsprache – und wird sofort zurückgewiesen!
3. Schwert: Joh 19,25 – Mutter Jesu – Maria wird in der Bibel nie „Mutter Gottes“ oder
„Gottesgebärerin“ genannt.
In Apg 1,14 beten die Jünger mit ihr, nicht zu ihr. Danach finden wir keine namentliche Erwähnung Marias mehr im Neuen Testament. Paulus spricht in Gal 4,4 von ihr lediglich als „Frau“. Es sollte nichts von der Hauptperson ablenken: Jesus Christus!
Vers 5: Wie reagiert Maria? Warum hält sie ihrem Sohn keine Standpauke? Warum hat sie nicht wenigstens geschmollt?
Dies ist die einzige Stelle in der Bibel, in der Maria einen Befehl erteilt. Was befiehlt sie? „Was Er euch sagen mag, tut.“
Fazit: Ich möchte nicht an die Maria glauben, sondern wie die Maria!

Verse 6-10: 600 Liter Wasser. Wie lange dauert es normalerweise, um guten Wein herzustellen? Welche Art von Wunder liegt hier vor?
Ein Zeitwunder, ein chemisches Wunder.
Vers 11: Das 1. Zeichen – das bedeutet, es gab keine „apokryphen“ Wunder (Wunder, die er angeblich als Kind und Jugendlicher vollbracht haben soll).
Vers 12: „Mutter, Brüder und Jünger“. Wer waren denn „seine Brüder“?
Antwort: Es waren seine leiblichen Stiefbrüder. Sie hatten dieselbe Mutter, aber nicht denselben Vater (Mt 1,25: „bis“; Mt 13,53-58).
Worin liegt die geistliche Bedeutung dieses Zeichens?
Steinerne Wasserkrüge = freudlose Gesetzesfrömmigkeit.
Wein = Freudenwein des Evangeliums

Die Heilung des Sohnes des königlichen Beamten (4,43-54) rettet einem Kind das Leben; sie zeigt die Beziehung Vater – Sohn (Eltern – Kinder) als Geschenk irdischen Glücks , das Gott endgültig vor dem Zerbrechen bewahrt.

Die Heilung des Gelähmten (5,1-18) überwindet die krankhafte Starre eines Menschen; sie zeigt die zwischenmenschliche Hilfe als Ort der Erfahrung Gottes und Vorverweis auf die endgültige Rettung.

Die Speisung der Menge (6,1-15) konstituiert das Volk Gottes in seiner gottgewollten Urform als Mahlgemeinschaft; sie zeigt das gemeinsame Mahl, das Jesus durch die Brotvermehrung ermöglicht, als Anteilhabe am Überfluss des Schöpfungssegens und darin als Hinweis auf das Gastmahl der Vollendung.

Der Seewandel (6,16-21) führt die Jünger im Boot aus den tobenden Elementen ans sichere Ufer; er zeigt Jesus als den Herrn der Mächte und darin als die Epiphanie Gottes: als Gott „für uns“ (Ex 3,14).

Die Heilung des Blindgeborenen (9,1-12) schenkt einem Menschen das Augenlicht, der am Verdacht litt, durch seine Krankheit eine gerechte Strafe zu erleiden; sie zeigt Jesus als „Licht der Welt“ (9,5; vgl. 8,12), das die Finsternis erhellt – jetzt schon und zukünftig.

Die Auferweckung des Lazarus (11,1-57) rettet einen Menschen vor dem allzu frühen Tod; sie ist nicht nur ein Hoffnungszeichen für die kommende Auferstehung (11,24), sondern ein Erweis, dass es wahres Leben bereits hier und jetzt gibt: in Teilhabe am Leben Jesu (11,25).